Popstars

31 August 2006

So, jetzt ist es passiert. Lange genug habe ich über die Farce der Gesangstalentesuche geschwiegen. Nun unterbreche ich das Essen meiner Tiefkühlpizza (ja, ich habe sie im Ofen warm gemacht – bin nich doof).

Um meinen Unmut live und schwarz auf weiß niederzuschreiben.

Ich habe mich entschieden das Ganze in Kategorien aufzuteilen (Pizza halbkalt, esse zu ende und nutze die Gelegenheit das traurige Schauspiel am Fernsehschirm weiter auf mich wirken zu lassen).

Die Jury

Detlef D. Soost versucht’s mit einer Mischung aus mitfühlendem, sensib- len Vater, coolsprüchigem Dieter Bohlen und knallhartem Puff-Daddy-Caster.

Wie wär’s mal mit authentischem Auftreten? Er sollte einfach weiter im Stillen seinen Hampelunterricht für böse Rapper (noch viel, viel böser als Eminem!) geben.

Legendär und unvergesslich haben sich bei mir “Tanzanleitungen” für z. B. den “Low-Knee-Spin-Tab-mit- Doppelschulterzucken” eingebrannt. Ich stehe morgens auf, dusche, trinke meinen Cappuccino, fahre in der Bahn und will immer nur tanzen! Die Cappuccinokleckerei und dumme Blicke von Passanten stören mich nicht die Bohne. Auch Befragungen von Polizei und Sicherheitspersonal in der U-Bahn begegne ich souverän.

Bitte auch raushalten aus solchen Nummern wie „Du hast mich so gar nicht berührt“, „Deine Stimme ist zu dünn“ oder „Du bist noch jung und hast viel Zeit ein Starb zu werden“. Was wird denn da juryiert? Das passt wie ein Tierschützer in der Jury für den besten Schlachtbetrieb Norddeutschlands. Wenn`s um Geld geht kann man da sicher eine Vereinbarung treffen: Einfach still rumsitzen, nur zuhören und nix sagen - trotzdem Geld.

Nina Hagen ist eine tolle Frau die ich auch sehr respektiere (nicht toleriere!), trotzdem total auf der völlig falschen Veranstaltung. Daher etwa so nervig wie Nena in der Werbung. Hier ein Tipp meinerseits: Nich noch mal machen Nina, aufhören Nena. Bitte, bitte nie wieder Nenawerbung… (ich schweife ab)

Die andere Frau: Tja, ich hab` keine Ahnung wer das ist und wenn sich jemand meinem „Blick“ so entzieht ist er (sie) unwichtig und ich schreib nix weiter drüber. Ach so… Das ist Lucy von den “Not more Angels”! Tja, wer so profillos ins Statistendasein entlassen wird, den kann ich natürlich nicht gleich wiedererkennen wie einen Michael Jackson.

Der andere Typ: Genauso schlimm. Ist das Herr Kübelböcks Vater oder Cousin oder vielleicht sogar seine androgyn-männliche Schwester? Ich habe nicht recherchiert wer es ist und habe auch angst davor.

Songauswahl – walking on sunshine oh oh yea hey good oh oh alright now!

Wie kann man die Mädels Nothing else Matter von Metallica singen lassen? Ihr sucht 0815-Abziehbild-Einjahrs- fliegen-Popstars!

Wer bitte kommt auf die gehirnschockauslösende Idee arme kleine Mädchen „Walking on Sunshine“ von Kathrina and the Waves singen zu lassen?


Hier ein Tip vom mitdenkenden Vollblutmusiker: Dieser Song hat einen viel zu langen instrumentalen Einstieg und bietet im weiteren Verlauf keine zusammenhängenden Gesangsparts auf deren Grundlage man auch nur annähernd eine Stimme beurteilen kann. Auch ist es für das Jurymitglied fast nicht objektiv machbar sich den zu langen instrumentalen beginn im Kopf zusammenzubasteln und dann verwundert den Start des Gesangs zu erwarten. Einfacher ist ohne Unterstützung der Nasa oder anderen Raumfahrtorganisationen zum Mond zu fliegen.

Also bitte vernünftige Songs. Nein, dazu gehören keine Songs von Celin Dion weil es durchaus Ausnahmestimmen und darauf zugeschnittene musikalische Werke gibt. Außerdem wird ja eh’ keine Stimme des Jahrhunderts gesucht sondern Lalastimmen die medientauglich sind und ca. 1 Jahr so kommerziell wie möglich ausgeschlachtet werden. Wie wär’s z. B. mit „Against all Odds“ von Collins?

Spannung aufbauen und weich sein
Herr Soost sollte wirklich langsam mal aufhören arme kleine Mädels einem solchen Stress auszusetzen nur weil eine Kamera auf ihn gerichtet ist. Dieses Spiel mit Gefühlen ist wirklich ein Scheißspiel.

Dann noch kurz zum Punkt Ungerechtigkeit…

Sobald jemand die Jury durch Coolness oder Aussehen (hallo D!) überrennt, dürfen plötzlich einzelne Mitglieder mit Klavierbegleitung und Unterstützung von Ex-No-Angel Lucy singen. Das ist wirklich sehr gerecht schüchternen, ängstlichen Teilnehmern gegenüber. Gerade diese sollten (wenn überhaupt jemand) auf solche Weise unterstützt werden.

Ach ja: Nich’ weich werden weil einem Kandidaten seine Mutter im Krankenhaus ist und er es so furchtbar schwer im Leben hatte und Gangster werden wollte. Das ist nämlich eindeutig passiert. Also bei mir ist auch immer alles ganz schlimm, grad’ gestern haben sich in meiner Abwesenheit auf meinem Balkon meine Geranien eine Massenschlägerei mit tödlichem Ausgang angezettelt. Kann ich vielleicht das Casting ganz umgehen?

Konsequenzen – Achtung! Babe
Also mir reicht’s endgültig und wenn ich grade mal lustig drauf bin veranstalte ich eine ganz neue Art von Casting: Richtig gute Sänger und Sängerinnen für den Aufbau einer wirklich erfolgreichen Gruppe suchen die sogar Chancen in den USA hat.

Eine richtige Jury die sich nicht aus selbstinszinierenden Charakteren zu- sammensetzt.

Ja!, es gibt durchaus Personen denen ich Beurteilungsrechte ein- räume. Songvorgaben die eine wirkliche Herausforderung darstel- len, jedem Teilnehmer die gleichen

Chancen einräumen, die professionelle Beurteilung einer Stimme ermöglichen. Hierzu fällt mir für die Mädels spontan “Here on my own” von Irene Cara ein, “Step by Step” von Whitney Houston oder “Nothing To Lose” von claudine Longet.

Die bekommen dann noch nicht mal einen albernen Namen mit dem man eh` keinen Erfolg haben kann (Max Mutzke, Alexander, No Angels).

Da! ich! D! so! klasse! finde! bin! ich! dafür! D! Rechtschreibreform! zu! erweitern! Hinter! jedes! Wort! gehört! ein! Ausrufezeichen! Bitte! Bitte! Bitte!

———————————————————————
H. Haydar (Key Account Manager)

Fragen? Rufen Sie uns kostenfrei an: 0800 – 393 9927
http://www.eform-werbeagentur.de


Bürogolf – Kleidung & Versicherung

11 August 2006

Nach Jahrzehnten der Unsportlichkeit und der soliden Note 3 im Verlaufe meiner Schulzeit sehe ich mich vor ein Problem gestellt und weiß so gar nicht wie ich damit umgehen soll. Die Werbeagentur Steindesign GmbH hat Bürogolf in Zusammenarbeit mit der Firma Wolff & Neitzk Bürogolf nach Hannover geholt.

Die letzte an mich gerichtete Golfeinladung ist wegen schlechten Wetters ausgefallen, doch nun habe ich kein passendes Argument parat mich der Sportlichkeit zu entziehen.

Ein weiteres, unüberwindbares Problem kommt hinzu: Ich besitze keine geeignete Kleidung für’s Bürogolfen. Im Internet gibt es keine offizielle Standards und Regeln für Bürogolf – schon gar nicht für die Kleiderordnung oder zumindest Ansätze zu Do’s and Dont’s.

Ich habe mich für mein klassisches, immer passendes Outfit entschieden: Schwimmflossen, Bananenrock, Lei-Blumenkette und Baseballmütze mit solarbetriebenem Ventilator. Sonst trage ich nichts, da mich mehr Kleidung bei sportlichen Aktivitäten immer behindert.

Die Frage ist nur was ich mit meinem Chef mache. Er wird sicher kein Verständnis für meine sportlichen Aktivitäten haben. Erfolge im Bürogolf muss man sich sicher hart erarbeiten und eine Ausfallzeit meinerseits von 2-3 Monaten wird er sicher nicht begrüßen.

Wenn’s zur Kündigung kommt ist’s auch nicht schlimm. Ich spiele eh’ mit dem Gedanken meine eigenen Wege zu gehen und Versicherungen für Bürogolfunfälle zu verkaufen.

Das ist ein wachsender Markt und momentan ist auch noch eine Monopolstellung drin.

———————————————————————
H. Haydar (Key Account Manager)

Fragen? Rufen Sie uns kostenfrei an: 0800 – 393 9927
http://www.eform-werbeagentur.de


Marmeladenbrotzentrifuge… Das macht Spass am Frühstückstisch…

13 Juni 2006

Hier eine Zusammenfassung von Produktideen die wir unbedingt unter die Leute bringen müssen:

1) Eine endgültige Lösung gegen Viren und Spam

2) Eine Neuauflage der Bibel an die sich wirklich gehalten wird… “Du sollst nicht töten”

3) Geräuscharmes Knäckebrot, damit man seine Liebste nicht weckt wenn sie Langschläfer ist

4) Ein zigarrettenschachtelgrosses Gerät mit dem man die Welt beherrschen kann.
-> Wenn das erstmal jeder hat, kann man viel Geld mit Fernsehübertragungen verdienen!

5) Geschirr das geworfen nicht weiter als 10cm fliegt. Gut bei Streit mit der Liebsten.

6) Eine Übersetzungsmaschine damit Chefs endlich mal von Mitarbeitern verstanden und nicht für bekloppt gehalten werden. Man kann dann weitere Module anbieten wie z. B.

a) Das “Nicht-in-Frage-stellen-Modul”

b) Das “5-Zigarretten-während-der-
gesamten-Arbeitszeit-rauchen-Modul”

c) Das “Habe-ich-nicht-dran-gedacht-
oder-vergessen-Stummschaltmodul”

—————————————————————————
H. Haydar (Key Account Manager)

Fragen? Rufen Sie uns kostenfrei an: 0800 – 393 9927
http://www.eform-werbeagentur.de


Sorgenkind Pepsi Cola

22 Mai 2006

Schon als kleines Kind entwickelte sich tief in mir drin eine ganz, ganz besondere Art von Mitleid für den Hersteller dieses Mitbewerbers. Uns würde brennend interessieren was Euch zu Pepsi einfällt. Hier einige Thesen um das Gespräch in Gang zu bringen:

1) Pepsi Cola muß das Rezept ändern. Wenn Pepsi besser als Coca Cola schmeckt, reden wir weiter.

2) Die Corporate Identity ist einfach seit jeher grausam. Da hilft auch Michael Jackson als Zugpferd nicht.

3) Pepsi Cola hätte nie an den Markt gehen dürfen. Coca Cola ist nicht aus der Bahn zu werfen.

Natürlich könnt Ihr auch Vorschläge zur neuen CI, CC oder Namensgebung machen oder was Euch auch immer einfällt. Eine Namensänderung in “Hansens Leckerbrause” und “Sparkling Coffee” wurde bereits vom Konzern abgelehnt… ;)

—————————————————————————
H. Haydar (Key Account Manager)

Fragen? Rufen Sie uns kostenfrei an: 0800 – 393 9927
http://www.eform-werbeagentur.de


Über die Problematik der Namensfindung

5 Mai 2006

Da sitzen wir wieder einmal vor einem namenlosen Produkt und sehen Kopfschmerzen und Verzweiflung auf uns zukommen. Wir reden hier nicht von “uns” – jeder der mit dem Thema zu tun hat ist gemeint. Schon nach 2 min wird aus den Reihen unseres Teams eine kühne, verwegene These im Raume plaziert:

“Eine Suchmaschine mit dem Namen Coca Cola hätte genauso wenig Erfolg gehabt wie ein braunes, kohlensäurehaltiges Getränk mit dem Namen Google.”

Hier stoßen wir jedoch in unbekannte Dimensionen vor und ich bin an der Reihe eine noch kühnere These aufzustellen:

“Gibt es überhaupt einen besseren Namen für Coca Cola & Google oder leben beide Produkte durch den Namen.”

Die führe mich nun wiederum zur Schlussfolgerung, dass es den einen, unumstößlich am besten passenden Namen für ein Produkt gibt, man diesen aber erst einmal finden muss. Es geht noch weiter:

“Führen Parameter des Produktes wie z. B. Farbe, Einsatzgebiet, Branche, Eigenschaften, Zeit der Einführung in Hinblick auf Trends und aktuelle Lebensweisen etc. unweigerlich zu einem bestimmten Namen?”

Leider sind Coca Cola und Google schon als Wortmarke definiert. Ich gäbe jedoch alles dafür (eine Zeitmaschine ist Grundvoraussetzung hierfür und damit momentan schwer praktikabel) rückwirkend beide namenlose Produkte einer anschaulichen Masse an Menschen zu präsentieren und dann zu schauen ob im Endeffekt Coca Cola und Google bei einer Umfrage zur Namensfindung dabei heraus kommen.

Zu befürchten ist, dass dem nicht so ist.

—————————————————————————
H. Haydar (Key Account Manager)

Fragen? Rufen Sie uns kostenfrei an: 0800 – 393 9927
http://www.eform-werbeagentur.de


Ideen und Ziele

29 April 2006

Wir alle haben jeden Tag mindestens eine Idee. Diese Aussage wird keiner widerlegen können.

Reden wir jetzt über geschäftliche Ideen. Hier haben wir mal wieder die klassischen zwei Probleme:

Die Einschätzung und Analyse ob die Idee gut ist und Frage ob die Umsetzung praktikabel ist.


Ein waberndes Gebilde muss Formen annehmen

Eine Idee entsteht zuerst einmal im Kopf. Nun wird es aber auf Grund dieser Tatsache auch schon kompliziert. Kopfideen müssen verbal und schriftlich begreifbar sein weil (Gott sei dank) niemand in einen anderen Kopf schauen kann.

Die wichtigste Grundvoraussetzung ist das zügige ausarbeiten der Idee. Es ist nicht die Rede von der Umsetzung sondern vom Schritt davor. Oft scheitern Ideen nämlich an dieser Hürde. Die Idee wird aus einer Vielzahl von Gründen bis zur Unkenntlichkeit abgespeckt und modifiziert.

Wenn die Idee kein waberndes Gebilde mehr ist sondern in ein klar definiertes Projekt verwandelt wurde, kann man sich Gedanken zur Umsetzung machen. Auch an dieser Stelle gibt es eine klassische Hürde: Eine Idee muss in einem verhältnismäßigen Zeitrahmen umgesetzt werden, gerade wenn es um eine Trendidee geht.

Die wichtigste Grundregel ist und bleibt jedoch, keine “Angst” vor der Idee an sich oder “Zweifel” an deren Möglichkeit der Umsetzung zu haben.

Hat eine Idee in Ihrem Kopf eine Daseinsberechtigung, dann auch im Alltag.

—————————————————————————
H. Haydar (Key Account Manager)

Fragen? Rufen Sie uns kostenfrei an: 0800 – 393 9927
http://www.eform-werbeagentur.de

 


Strategie der Erweiterung der Produktpalette

29 April 2006

Schon seit vielen Jahren kann man sich bei einem unschuldig geplanten Einkauf der Vielfalt der Variation nicht mehr entziehen.

Erinnern Sie sich noch an Ihren Einkauf im bereich Kaugummi, Schokolade, Zahnpasta und Waschmittel wenn wir in der Zeit 10 Jahre zurück gesehen?

 

Sicher fällt Ihnen nur ein Produkt je Sparte ein. Es gab Wrigleys Spearmint, Kraft Tomatenketchup, Milka Schokolade und Persil. Dann – im laufe der Zeit Betraten wir unmerklich und schleichend einen neuen Planeten. Plötzlich gab es zwei Sorten Wrigleys und auch die Entscheidung bei Schokolade musste fallen: dunkel oder hell?

Hell of Sort…

Zum heutigen Tag haben wir den Kampf verloren. Können Sie sich noch entscheiden? Sie haben nämlich die Wahl: Vollmilch, Vollmilch-Nuss, Marzipan, Pana Cotta, Maracuja, Erdbeer-Vanille, Winteredition, WM-Schokolade – ja, es gibt sogar Pfeffer und Chilli… Ich wollte eigentlich nur Schokolade essen!

Dafür halten sich andere Branchen lange Zeit bedeckt und bringen nach Jahrhunderten die ich mit „Alster“ verbringen musste, ein herbes Bier mit einem Schuss „Lemon“ auf den Markt. Ich frage mich nur wieso Wrigleys mir mein geliebtes Kaugummi mit Erdbeergeschmack zwei Monate nach Markteinführung wieder wegnahm!

Die Erweiterung des Angebotes durch Variation

 

Der Grund dieser Einleitung ist folgende Frage: Kann ich in meiner Branche bestehenden Kunden Variationen anbieten oder durch solche neue Kunden hinzugewinnen?


Hierzu sind zwei Fragen zu klären:

1) Können Branche und Produkt auf den Zug der Variation aufspringen?

2) Haben Kunden durch die Einführung von Variationen Vorteile und vielleicht schon lange darauf gewartet?

Kehren wir zum Bier zurück: Eine Firma die Bier braut und vertreibt bietet eine “alkoholfreie” Variation an. Der Wirt freut sich weil auch motorisierte Gäste beim Bier verweilen können.
Somit profitieren beide Seiten.

Die Frage ist welche Möglichkeit der Variation es gibt und welchen Nutzen sie bringt.

—————————————————————————
H. Haydar (Key Account Manager)

Fragen? Rufen Sie uns kostenfrei an: 0800 – 393 9927
http://www.eform-werbeagentur.de

 


Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.